Rechtsgedöns: Unsexy aber wichtig für dich. Hier bekommst du einen Überblick.
Das Rechtsgedöns ist meistens der unsexy Part bei der Webseitenerstellung. Aber es hilft nichts, wir müssen alle da durch. In diesem Blogartikel gebe ich dir einen Überblick über die rechtlichen Themen, die dich mit deiner Website erwarten können.
Inhaltsverzeichnis
Disclaimer: Keine Rechtsberatung
Wenn du eine Website hast und Inhaber eines Business bist ( egal ob eingetragener Verein oder Solo-Selbstständiger) sobald eine Website online ist, bewegst du dich in einem rechtlichen Raum. Da muss man gewisse Regeln beachten.
Und eins vorweg: Datenschutz und Impressum sind nur das Geringste, worum es hier eigentlich geht.
Bevor wir jetzt tiefer einsteigen, ein kurzer Disclaimer: Ich bin kein Anwalt. Das hier ist keine Rechtsberatung. Ich kann dir nur aus meiner Erfahrung berichten, was du brauchst, wo du nachschauen musst und wo du hellhörig sein solltest.
Mein ganz klarer Rat: Lass alles anwaltlich prüfen. Egal was du machst. Geh online, verdiene Geld und lass dann einmal drüberschauen. Dann weißt du, ob du safe bist.
1. Impressum: Ohne gehst du nicht online
Datenschutz und Impressum sind tatsächlich nur ein kleiner Teil, aber ohne diesen Teil würde ich gar nicht erst online gehen.
Bevor du auf „Publish“ klickst, müssen dein Impressum und deine Datenschutzerklärung auf deiner Website zugänglich sein.
Es gibt dafür Generatoren ohne Ende. Google einfach danach. Auch IHKs, Verbände oder Branchen-Netzwerke bieten Infos an.
Wichtig zu erwähnen: Jede Branche hat teilweise eigene Anforderungen. Heilpraktiker, Ärzte oder Händler haben andere Vorgaben als Solo-Selbstständige.
Informiere dich unbedingt, was für dich gilt.
Ein wichtiger Hinweis: Das Impressum basiert inzwischen auf dem Digitale-Dienste-Gesetz (DDG). Früher war es das Telemediengesetz (TMG).
Wenn bei dir noch „TMG“ im Impressum steht, solltest du das unbedingt ändern. Das kann tatsächlich abmahnfähig sein.
Mehr Infos: https://www.gesetze-im-internet.de/ddg/
2. Datenschutzerklärung: Was passiert mit den Daten?
Die Datenschutzerklärung zeigt deinem Website-Besucher, was mit seinen Daten passiert.
Und jetzt pass auf: Daten werden schon erhoben, sobald jemand deine Website besucht. Das liegt am System selbst. Und genau darüber musst du informieren.
Das betrifft:
Kontaktformulare
E-Mails
Newsletter
Kommentare im Blog
interne Analytics …
Also nicht nur deine Website, sondern dein komplettes Business-System. Du musst alles aufführen, wo du Daten sammelst und wie du damit umgehst.
Deep-Dive: https://www.bfdi.bund.de/DE/Buerger/Inhalte/Allgemein/Datenschutz/GrundlagenDatenschutzrecht.html
3. Datenschutz-Tools & Generatoren
Zum Glück gibt es Generatoren, die dir helfen.
Aber sie bleiben meistens nur mit Standard-Features kostenlos.
Sobald du Tools nutzt wie:
Newsletter-Tools
Calendly / TidyCal
Zoom
Google Drive
wird es in der Regel schon kostenpflichtig.
Ich habe viel mit eRecht24 Datenschutz-Genartor gearbeitet. Das ist super intuitiv. Eine günstigere Alternative ist Dieter Datenschutz und ist auch sehr intuitiv zu bedienen.
Mein Tipp: Um rechtlich immer up to Date zu bleiben (weil die Gesetze sich gefühlt STÄNDIG ändern), trag dich in rechtliche Newsletter ein, z. B. bei der IHK.
4. Design-Tipp: Wo kommen die Rechtstexte hin?
Alles Rechtliche gehört in den Footer. Da gibt es nichts zu diskutieren. Im Menü hat das nichts zu suchen. Das sieht nicht nur bescheuert aus, sondern ist dann auch weg, falls du eine Landingpage erstellst, die kein Menü hat.
5. Barrierefreiheitsgesetz: Betrifft dich das?
Ein relativ neues Thema ist das Barrierefreiheitsgesetz. Ziel dieses Gesetzes ist es, Websites für Menschen mit Einschränkungen zugänglich zu machen.
Das betrifft unter anderem:
Lesbarkeit
Kontraste
Vorlesefunktionen
Bedienbarkeit
Die gute Nachricht: Viele Solo-Selbstständige fallen aktuell nicht darunter.
Links für dich:
👉 https://www.bundesfachstelle-barrierefreiheit.de/
👉 Schnell-Check: https://bfsg-gesetz.de/
6. Urheberrecht: Bilder und Texte
Ganz wichtig ist das Urheberrecht. Du solltest NIEMALS einfach so Bilder auf deine Website stellen. Absolutes No-Go ist das Abspeichern und Verwenden von Bildern anderer Websites oder Bilder, die dir Google in den Suchergebnissen ausspuckt.
❌ Keine Bilder einfach klauen.
❌ Google ist keine Bilddatenbank.
Bilder gehören immer dem, der sie gemacht hat. Also versichere dich immer, dass du sie auch nutzen darfst. Hierzu gibt es jede Menge kostenloser Datenbanken für Stockfotos (nutze ich sehr gerne als Dekobilder in meinen Templates).
Streng genommen müsste jede Bildquelle direkt am Bild stehen. Das ist in der Praxis allerdings kaum umsetzbar.
Mein Rat hierzu: Quellen mindestens im Impressum angeben.
Links für dich:
👉 https://www.gesetze-im-internet.de/urhg/
Kostenlose Bildquellen:
👉 https://unsplash.com/
👉 https://www.pexels.com/
👉 https://pixabay.com/
7. Texte: Bitte nicht kopieren
Copy & Paste ist keine gute Idee. Du darfst dich sicherlich inspirieren lassen, aber klauen geht gar nicht.
Schreibe deine Texte lieber selbst. Und wenn du mit der KI arbeitest, mache auch hier nicht zehnfach „copy & past“. Das ist nicht nur schlecht für dein Image, sondern fällt hier auch wieder unter eine weitere Regelung: die Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte (siehe weiter unten).
Alles andere kann rechtlich problematisch werden.
8. Schriften & Lizenzen
Schriften sind ein Thema, das viele vergessen. Es gibt unglaublich viele Schriften. Viele davon musst du als Nutzungslizenz kaufen.
Mein Rat an dich, wenn du gerade dein Business startest:
Kaufe dir keine Schriften, es sei denn, du brauchst diese unbedingt für deine Brand und du hast das Geld.
Viele Gründer müssen am Anfang auf das Budget achten und unnötige Kosten vermeiden.
Prüfe also, ob dein Branddesigner dir ein Design-Konzept erstellt, das ausschließlich lizenzfreie Schriften verwendet. Oder kalkuliere die Kosten durch, um eine klare Entscheidung zu treffen.
Mein Tipp:
👉 Nutze Google Fonts (DSGVO-konform eingebunden). Gerade am Anfang sond diese völlig ausreichend.
Squarespace Website Templates – DSGVO-konform aufgebaut
Meine Templates beachten alle wesentlichen Rechtsräume.
Sie sind DSGVO-konform eingerichtet und alle Bilder, die verwendet werden, sind lizenzfrei, sodass du sie nutzen kannst.
Als Schriften sind Google Fonts verwendet, die nicht nach Amiland telefonieren, da sie in das Template integriert und nicht verlinkt wurden.
Starte jetzt easy mit einem Template und spare dir viel Zeit, Geld und wertvolle Nerven beim Erstellen deiner ersten Website.
PLUS: 25 % Rabatt auf dein erstes Jahr mit Squarespace, inkl. Onlinekurs Easy Squarespace Start
9. Newsletter & DSGVO
Wenn du einen Newsletter nutzt, wird das noch ein Stück umfangreicher! Dann musst du insbesondere auf Folgendes achten:
👉 Double Opt-in ist Pflicht
👉 AV-Vertrag (Auftragsverarbeitung) mit dem Anbieter
Hier ist es wunderbar zusammengefasst: https://www.e-recht24.de/artikel/ecommerce/6534-newsletter-rechtssicher-erstellen-und-versenden.html
10. iFrame-Inhalte & Einbettungen
iFrames sind über Code eingebettet Inhalte, wie:
YouTube
Google Maps
Spotify
Das Problem hierbei ist, dass die jeweiligen Anbieter analytische Daten ziehen. Und das ist nicht DSGVO-konform. Also braucht es hier eine separate Einwilligung des Website-Besuchers.
Achtung: Der Cookie Banner von Squarespace kann diese Inhalte nicht blocken. Dafür brauchst du einen externen Cookie Banner. Ich nutze CCM19. Viele meiner Kunden nutzen den Cookie Banner von eRecht24.
11. Cookie-Banner
Ein Cookie Banner ist erst dann Pflicht, wenn Nutzerdaten verarbeitet werden. Also Tracking von Google oder Meta, aber (wie oben beschrieben) IP Adresse von iFrame Inhalten.
12. AGB & Widerruf
Eine Webseite benötigt grundsätzlich keine AGB, um legal zu sein. Für Dienstleister offline und online sind AGB zur Absicherung von Leistungen und Zahlungen dringend empfohlen.
Sobald du über diese Website mit einem Checkout verkaufst, brauchst du eine Widerrufsbelehrung und ab 19. Juni 2026 auch zwingend einen direkten Link zum Widerruf.
Mehr Infos unter: https://www.e-recht24.de/ecommerce/13472-widerrufsbutton
13. KI-Inhalte & Kennzeichnung
KI ist ein eigenes Thema. Hier musst du in Zukunft diese Inhalte kennzeichnen. Je nach Content (Text, Bild, Video) kann eine Kennzeichnungspflicht bestehen.
Mehr Infos findest du hier:https://www.e-recht24.de/ki/13336-ki-kennzeichnungspflicht-fuer-unternehmer.html
Fazit: Dein rechtlicher Rahmen
Das war jetzt ganz schön viel auf einal. Daher fasse ich das für dich nochmal kurz zusammen:
Impressum
Datenschutzerklärung
Cookie-Banner
Urheberrecht beachten
Newsletter DSGVO-konform
iFrame-Inhalte absichern
ggf. AGB & Widerruf
Barrierefreiheit prüfen
KI-Regeln beachten
Und ganz wichtig:
Informiere dich zusätzlich bei deiner IHK, Verbänden oder Experten.
Zusammenfassung aller Gesetze und Links
⚠️ Disclaimer: Keine Rechtsberatung! Bitte im Zweifel immer anwaltlich prüfen lassen.
Impressum (Pflicht!)
Pflicht für jede Business-Website.
Grundlage: Digitale-Dienste-Gesetz (DDG) (früher TMG → bitte updaten!)
Muss leicht auffindbar sein und von allen Seiten zugänglich sein. (Footer!)
👉 Infos: https://www.gesetze-im-internet.de/ddg/
👉 Generator: https://www.e-recht24.de/impressum-generator.html
Datenschutzerklärung (DSGVO)
Zeigt, was mit den Daten deiner Besucher passiert.
Betrifft ALLES: Website, Newsletter, Zoom, Google Drive, Buchungstools etc.
Deine Datenschutzerklärung muss immer aktuell sein:
Mehr Infos findest du hier:
👉 DSGVO Infos: https://dsgvo-gesetz.de/
👉 Generator (empfohlen): https://www.e-recht24.de/datenschutzerklaerung.html
👉 Alternative: https://www.dieter-datenschutz.de/
Cookie-Banner & Tracking
Pflicht bei Tracking (z. B. Google Analytics, Meta Pixel). Nutzer müssen aktiv zustimmen.
Wichtig bei eingebetteten Inhalten (YouTube, Maps, Spotify etc.)
Mehr Infos findest du hier:
👉 https://www.e-recht24.de/cookie-richtlinie-eu.html
Barrierefreiheitsgesetz
Ziel: Websites für alle zugänglich machen. Betrifft oft größere Unternehmen mehr als Solo-Selbstständige. Aber: Prüfen lohnt sich!
Mehr Infos findest du hier:
https://www.bundesfachstelle-barrierefreiheit.de/
👉 Schnell-Check:https://bfsg-gesetz.de/
Urheberrecht (Bilder, Texte, Inhalte)
Keine Bilder einfach „klauen“ (Google ist KEINE Bilddatenbank!)Texte nicht kopieren → immer eigene Inhalte erstellenBildquellen angeben (mindestens im Impressum)
👉 Infos: https://www.gesetze-im-internet.de/urhg/
Kostenlose Bildquellen:
👉 https://unsplash.com/
👉 https://www.pexels.com/
👉 https://pixabay.com/
Schriften & Lizenzen
Viele Fonts sind lizenzpflichtigAlternative: Google Fonts (kostenlos & DSGVO-konform nutzbar, wenn lokal eingebunden)
👉 Infos: https://fonts.google.com/
Newsletter & E-Mail-Marketing
DSGVO-konform + Double Opt-in Pflicht AV-Vertrag (AVV) mit deinem Anbieter notwendig
👉 Infos: https://www.e-recht24.de/newsletter-datenschutz.html
AGB & Widerrufsrecht
Wichtig, wenn du Produkte oder Dienstleistungen verkaufstBesonders relevant bei digitalen Produkten
👉 Infos: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__355.html
👉 Generator: https://www.e-recht24.de/agb-generator.html
KI-Kennzeichnungspflicht
KI-generierte Inhalte können kennzeichnungspflichtig sein. Unterschiede je nach Content (Text, Bild, Video).
👉 Infos: https://www.bmj.de/
🧩 Eingebettete Inhalte (iFrames)
YouTube, Google Maps, Spotify etc. → laden externe DatenBrauchen oft Cookie-Banner + Content-Blocker
👉 Infos: https://www.e-recht24.de/artikel/datenschutz/209.html
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