Squarespace Analytics verstehen und für dein Online-Business nutzen
Du investierst Zeit in deinen Instagram-Kanal, schreibst Blogartikel, baust Landingpages, vielleicht schaltest du sogar Anzeigen.
Und dann? Schaust du, ob das alles irgendwie fruchtet, oder läuft das einfach so weiter, weil du irgendwo gehört hast, dass Sichtbarkeit wichtig ist?
Squarespace Analytics gibt dir die Antworten, die du brauchst. Das ist ein krasses Werkzeug, mit dem du siehst, ob deine Arbeit sich rechnet.
In diesem Artikel zeige ich dir, was dich in den Squarespace Analytics erwartet, welche Kennzahlen wirklich wichtig sind und wie du daraus konkrete Schlüsse ziehst.
Los geht’s!
Inhaltsverzeichnis
Warum Squarespace Analytics für dein Business unverzichtbar sind
Stell dir vor, du postest seit Monaten auf Instagram, schreibst regelmäßig Newsletter, verlinkst immer wieder auf deine Website und am Ende des Monats schaust du in dein Konto und fragst dich: Hat das überhaupt was gebracht?
Ohne Squarespace Analytics hast du auf diese Frage keine Antwort. Mit Analytics schon.
Deine Website ist das Zentrum deines Online-Business. Dort kaufen Leute deine Produkte, tragen sich in deinen Newsletter ein, buchen ihre Session oder melden sich für deinen Workshop an. Alles, was du außerhalb deiner Website tust, soll Menschen dorthin bringen.
Und genau deshalb musst du wissen, was dort passiert, wenn sie ankommen.
Das gilt erst recht, wenn du Geld in die Hand nimmst. Angenommen, du schaltest eine Anzeige für ein Webinar. Die Anzeige läuft zwei Wochen, zweitausend Menschen kommen auf deine Landingpage, und am Ende melden sich zwölf an. Das ist eine Information, die dir sagt: Hier stimmt etwas nicht. Vielleicht passt die Ansprache auf der Seite nicht. Vielleicht ist der CTA unklar. Ohne Squarespace Analytics wüsstest du nur, dass etwas nicht stimmt, aber nicht wo.
Genauso wichtig ist Analytics, wenn du auf Suchmaschinenoptimierung setzt. Blogartikel, die keywordoptimiert sind, brauchen Zeit, um zu wirken. Analytics zeigt dir, ob dein Traffic über die Monate wächst, welche Artikel besonders viel Aufmerksamkeit bekommen und wo Leute immer wieder landen. Das sind die Hinweise, die dir sagen, welche Themen du weiter ausbauen solltest.
Diese Kennzahlen in Squarespace Analytics solltest du kennen
Wenn du zum ersten Mal in deine Squarespace Analytics schaust, siehst du erstmal viel auf einmal. Deshalb hier ein Überblick über die Bereiche, die tatsächlich relevant sind.
Traffic und Zeitraum
Der erste Blick gilt immer dem Traffic. Wie viele Besucher hatte deine Website in den letzten dreißig Tagen? Squarespace lässt dich den Zeitraum frei wählen, also gestern, letzte Woche, letzter Monat oder ein benutzerdefinierter Zeitraum seit dem Go-Live deiner Website. Wenn du SEO betreibst, ist genau diese Langzeitansicht interessant, denn du willst sehen, dass dein Traffic über die Monate wächst.
Endgeräte
Schaust du dir an, von welchem Gerät deine Besucher kommen, lernst du eine Menge über deine Zielgruppe. Kommen die meisten vom Smartphone? Dann schauen deine Leserinnen wahrscheinlich gerade auf Instagram, klicken auf deinen Link und landen mobil auf deiner Seite. Im B2B-Bereich ist oft das Gegenteil der Fall, viele kommen vom Desktop. Das sagt dir, welche Darstellung für dich wirklich zählt, auch wenn mobile first als Prinzip grundsätzlich gilt.
Besucherquellen
Unter dem Reiter Traffic findest du die Besucherquellen. Kommen Leute von Instagram, YouTube, LinkedIn oder direkt über deinen URL? Oder werden sie über Google auf dich aufmerksam? Diese Aufteilung zeigt dir, welche Kanäle wirklich auf deine Website einzahlen und welche vielleicht nur Reichweite bringen, aber keinen echten Traffic.
Der Cookie Banner und die halbe Wahrheit deiner Daten
Das ist ein Punkt, der wirklich wichtig ist und oft übersehen wird. Deine Squarespace Analytics zeigen dir nur die Daten von Besuchern, die dem Tracking zugestimmt haben. Wer den Cookie Banner ablehnt, taucht in deinen Zahlen nicht auf.
Das bedeutet: Wenn von hundert Besuchern siebzig das Tracking ablehnen, siehst du nur dreißig in deinen Auswertungen. Das ist keine vollständige Wahrheit, sondern ein Ausschnitt. Den musst du als solchen einordnen, wenn du deine Zahlen betrachtest.
Der Squarespace eigene Cookie Banner hat dabei einen Nachteil: Du kannst nicht sehen, wie viele Besucher das Tracking abgelehnt haben und wie viele zugestimmt haben. Diese Verhältniszahl wäre aber wichtig, um deine Daten richtig zu lesen. Ich nutze deshalb einen externen Cookie Banner, der mir diese Aufschlüsselung zeigt. Das kostet extra, gibt mir aber viel mehr Klarheit darüber, mit welcher Brille ich auf meine Zahlen schaue.
Wenn du Google Analytics zusätzlich nutzt oder Anzeigen über Meta schaltest und dort den Pixel installierst, gelten dieselben Regeln. Auch diese Daten werden nur erfasst, wenn der Besucher zustimmt.
Engagement und Conversions in Squarespace Analytics
Neben dem Traffic gibt es in Squarespace Analytics noch zwei Bereiche, die ich dir besonders ans Herz lege.
Unter Engagement siehst du, welche Unterseiten deiner Website am meisten aufgerufen werden. Wo landen die meisten Besucher zuerst? Wo klicken sie danach hin? Diese Reihenfolge zeigt dir, wie die Customer Journey auf deiner Website tatsächlich aussieht, nicht wie du sie geplant hast, sondern wie sie wirklich ist. Das sind zwei manchmal sehr unterschiedliche Dinge.
Es gibt auch ein Aktivitätsprotokoll, in dem du IP-Adressen und Regionen siehst und nachvollziehen kannst, welche Seiten eine Person hintereinander besucht hat. Kein Name, keine persönlichen Daten, nur die Spur durch deine Website. Das reicht, um zu verstehen, ob jemand tatsächlich den Weg geht, den du dir vorgestellt hast.
Der absolute Höhepunkt in Squarespace Analytics ist für mich aber der Bereich Formular- und Button-Conversions. Du kannst dort gezielt filtern, welche Buttons auf welcher Seite angeklickt wurden und wie oft. Das ist nicht nur interessant für Funnels, es ist auch ein praktisches Sicherheitsnetz. Mir ist es tatsächlich passiert, dass eine Anfrage für ein Projekt in meinem E-Mail-Postfach untergegangen ist. Weil ich in die Analytics geschaut habe, habe ich gesehen, dass jemand ein Formular abgeschickt hatte. Ich habe die Person kontaktiert, und am Ende ist daraus ein Projekt geworden.
Squarespace Payments und die Umsatzanalyse
Wenn du Squarespace Payments nutzt, also Klarna, SEPA, PayPal und Co. direkt über Squarespace abwickelst, findest du unter dem Reiter Umsatz auch eine Auswertung deiner Verkäufe. Du siehst, was verkauft wurde, wann und wie viel. Das ist praktisch, wenn du schnell einen Überblick brauchst, ohne deine Buchhaltungssoftware zu öffnen.
Nutzt du hingegen externe Checkout-Lösungen wie Digistore, ThriveCart oder ähnliche Tools, findest du diese Umsatzdaten auf deren Plattformen. Squarespace Analytics zeigt dir dann nur den Traffic, nicht die Transaktionen.
Wie oft solltest du in deine Squarespace Analytics schauen?
Mindestens einmal im Monat lohnt sich ein Blick in deine Zahlen, auch wenn gerade nichts Besonderes los ist. Läuft gerade ein Launch, eine Anzeigenkampagne oder ein Funnel, dann täglich. Wirklich täglich. Wenn du zwanzig Euro am Tag in Anzeigen investierst, musst du wissen, ob das Geld irgendwo hängenbleibt oder ob es direkt verpufft.
Die entscheidende Frage lautet immer: Was passiert zwischen dem Moment, in dem jemand auf meine Website kommt, und dem Moment, in dem er kauft, bucht oder sich einträgt? Analytics zeigt dir diesen Weg. Und nur wenn du ihn siehst, kannst du ihn verbessern.
Fazit
Squarespace Analytics ist kein nettes Extra, das du irgendwann mal anschauen kannst, wenn du Zeit hast. Es ist die Grundlage dafür, dass du fundierte Entscheidungen über dein Marketing treffen kannst. Ob du Anzeigen schaltest, SEO betreibst oder einfach regelmäßig Content erstellst: Ohne Analytics weißt du nicht, was davon wirklich wirkt.
Ruf einmal im Monat dein Dashboard auf. Schau dir an, woher deine Besucher kommen, welche Seiten sie klicken und was sie tun oder eben nicht tun. Und wenn du gerade aktiv einen Launch oder Funnel betreibst, mach es täglich. Die Zahlen lügen nicht. Sie zeigen dir nur, was wirklich passiert.
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